Studie

Traum vom Eigenheim?Das schreckt viele ab

München - Angst vor dem Hauskauf: Obwohl 80 Prozent der Deutschen gerne in den eigenen vier Wänden wohnen möchten, wagen viele den Schritt ins Wohneigentum nicht.

Rund neun von zehn Deutschen (89 Prozent) haben die Sorge, dass sie der Immobilienkredit finanziell zu sehr belastet. 80 Prozent befürchten, dass sie wegen der hohen Nachfrage kein geeignetes Objekt oder Grundstück finden. Zu diesem Ergebnis kommt die vom Baufinanzierer Interhyp in Auftrag gegebene Wohntraumstudie, eine repräsentative Befragung von mehr als 2.000 Bundesbürgern.

Furcht 1: Zu hohe Kreditraten

Das Zaudern ist jedoch oft unbegründet. Wie eine regionale Auswertung zeigt, liegt die monatliche Kreditbelastung seit 2008 konstant bei weniger als 1.000 Euro, obwohl seitdem die Immobilienpreise und Darlehenssummen im Schnitt um rund 30 Prozent gestiegen sind. Hintergrund hierfür ist der stetig gestiegene Einsatz an Eigenkapital bei gleichzeitigem Sinken der Baugeldzinsen auf ein historisches Tief Anfang 2015. "Bringt ein Hauskäufer ein Drittel an Eigenkapital ein, kann er aktuell mit 1.000 Euro ein 200.000-Euro-Darlehen auf zehn Jahre mit einer anfänglichen Tilgung von drei Prozent bedienen", rechnet Interhy-Chef Michiel Goris vor. Zudem können Baufinanzierungsspezialisten durch eine ausführliche Analyse des finanziellen Spielraums und der persönlichen Lebenssituation ein Finanzierungskonzept ausarbeiten, das an das individuelle Sicherheitsbedürfnis des Darlehensnehmers angepasst ist, Flexibilität bei der Rückzahlung gibt und langfristig tragbar ist, z.B. durch eine besonders lange Sollzinsbindung.

Furcht 2: Kein passendes Objekt zu finden

Gute Vorbereitung ist alles - das gilt auch bei der Suche nach einem erschwinglichen und passenden Grundstück oder Haus in Märkten mit hoher Nachfrage. "Es hilft, die Finanzierung nicht erst im konkreten Fall anzugehen, sondern die finanziellen Möglichkeiten vorher auszuloten und zu berechnen. Auch ein Großteil der nötigen Unterlagen lässt sich frühzeitig besorgen. Das spart dann wertvolle Zeit, wenn ein Objekt gefunden wurde, für das sich viele interessieren", sagt Goris.

Rubriklistenbild: © dpa

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