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Wühlmäuse im Garten: So vertreiben Sie die Nagetiere

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Von: Constantin Hoppe

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Die Schermaus kann große Gartenschäden verursachen. © Simon Litten/Imago

Wühlmäuse lieben Blumenzwiebeln, Möhren, Sellerie und andere Gemüsearten und können einen Garten ziemlich verwüsten. So wird man die Tiere wieder los.

Kassel – Für Gärtner sind sie meist ein Alptraum: Ob im Rasen oder Gemüsebeet – der scheinbar unbändige Hunger einer Wühlmaus, wie beispielsweise der Schermaus, scheint grenzenlos und bringt sogar größere Obstbäume zum Absterben. Denn durch das Nagen an den Wurzeln oder auch der Rinde dickerer Wurzeln unterbrechen Wühlmäuse die Wasserzufuhr, die Pflanzen welken schlagartig und sterben kurz darauf ab.

Wühlmäuse greifen vor allem unterirdisch an: Dabei graben sie Tunnel in die Erde und schütten kleine Erdhügel auf, die das ungeübte Auge leicht mit Maulwurfshügeln verwechseln kann. Will man die Nager loswerden, dann sollte das möglichst im Herbst oder Winter geschehen: Dann sind die Tiere auf Futtersuche und sprechen auf Köder besonders gut an. Auch andere Gartenarbeiten sollten im Herbst erfolgen.

Wühlmäuse und Maulwürfe dürfen nicht verwechselt werden

Den Unterschied zwischen Maulwürfen und Wühlmäusen zu erkennen ist jedoch wichtig: Denn Maulwürfe stehen unter Naturschutz und dürfen deshalb nicht mit Fallen bejagt oder gar getötet werden. Eine Vergrämung der Tiere ist jedoch erlaubt.

Im Gegensatz zum Maulwurf buddeln Wühlmäuse aber selten mehr als fünf Erdhaufen, die zudem deutlich flacher sind als die der Maulwürfe. Wenn ein Erdhaufen von einer Wühlmaus stammt, befindet sich das Loch nicht in der Mitte unter dem Haufen, sondern liegt etwas seitlich versetzt.

Wühlmäuse
Arten:Rund 150
Größe:Zwischen 7 und 23 Zentimeter lang
Aktivität:tag- und nachtaktiv
Verbreitung:Europa, Asien und Nordamerika

Wühlmäuse aus dem Garten vertreiben: Im Herbst oder Winter Maßnahmen ergreifen

Fallen stellen die effizienteste Art dar, Wühlmäuse loszuwerden und sind in zahlreichen Varianten erhältlich. Dabei sind vor allem Kastenfallen, die die Tiere lebendig fangen, zu bevorzugen, da anderen Methoden auch die geschützten Maulwürfe zum Opfer fallen könnten, wie das Garten-Magazin Mein schöner Garten erklärt.

Dabei sollte möglichst jeder gefundene Gang mit einer Falle bestückt werden. Als Köder eignen sich vor allem frische Möhren oder Sellerie, die zu den Leibspeisen der Nager gehören. Die Fallen sollten danach mehrmals täglich kontrolliert werden. Im Übrigen sind Wühlmäuse Einzelgänger: Sobald ein Gartenbesitzer eine im Herbst, Winter oder Frühjahr gefangen hat, ist es sicher, dass man vorerst alle los ist.

Wühlmäuse aus dem Garten vertreiben: Diese Hausmittel haben sich bewährt

Abgesehen von Fallen oder Gift, gibt es auch Hausmittel, die sich im Kampf gegen die Wühlmaus bewährt haben. Diese machen sich vor allem den empfindlichen Geruchssinn der Nager zunutze. Wühlmäuse reagieren besonders empfindlich auf Duftstoffe, wie der NABU berichtet, weshalb das Anpflanzen von Holunder, Lavendel und auch Wacholder am Gartenzaun eine natürliche Barriere entstehen lässt.

Wenn sich die Mäuse jedoch bereits im Garten befinden, gibt es auch hierfür Hausmittel: Dazu müssen die Gänge freigelegt werden und stark stinkende Flüssigkeiten wie Schnaps, Jauche oder gärende Buttermilch in diese gegossen werden – kleinere Mengen reichen aus. Danach sollten die Gänge wieder verschlossen werden, damit der Geruch nicht entweicht.

Durch den Geruch werden die Mäuse ihre Gänge verlassen und sich eine andere Stelle für ein Nest suchen. Diese Methode muss regelmäßig wiederholt werden, damit die Mäuse nicht wiederkommen, wie utopia.de berichtet. Ein Vorteil bei der Verwendung von Jauche: Diese ist gleichzeitig ein hervorragender Dünger für den Garten.

Wühlmäuse aus dem Garten vertreiben: Tiere sind lärmempfindlich

Eine weitere Methode, die Tierchen loszuwerden, ist Lärm: Kinder oder Hunde, die laut im Garten spielen, sorgen dafür, dass sich eine Wühlmaus hier nicht heimisch fühlen wird, wie utopia.de berichtet. Einen ähnlichen Effekt haben Mähroboter: Deren dauernde Fahrgeräusche nerven die Wühlmäuse so lange, bis sie irgendwann auswandern. Jedoch eignet sich ein Rasenroboter natürlich nicht, wenn es sich Wühlmäuse im Gemüsebeet gut gehen lassen, erklärt Mein schöner Garten.

Eine weitere zuverlässige Methode, um Wühlmäuse loszuwerden, ist eine Katze: Diese gehört zu den natürlichen Feinden der Wühlmäuse. Eine Katze im Garten wird entweder die Maus fangen, oder diese durch ihren Geruch vertreiben, wie der NABU erklärt. (con)

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