Zinnkraut gegen Pilzbefall

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Im Juni sind sie reif: Florian Smolka pflanzt in dieser Woche Tomaten.

Beim Tomatenanbau liegen Freud und Leid nah beieinander: Während ein warmer, trockener Sommer reiche Ernten garantiert, kann eine kühle, verregnete Saison sämtliche Mühen im Beet zunichtemachen.

Kleingärtner Florian Smolka erklärt in dieser Woche, worauf es beim Anbau ankommt, was gegen Kraut- und Braunfäule hilft und gibt Tipps, wie man selbst bei ungünstigen Wetterbedingungen den gewünschten Ertrag erzielen kann.

„Tomaten sind anspruchsvoll“, sagt der 49-Jährige. Schließlich zählen die Nachtschattengewächse, die aus botanischer Sicht Beeren sind, zu den wetterempfindlichsten Nutzpflanzen. „Am besten pflanzt man sie dort, wo sie weder Kälte, noch Regen ausgeliefert sind“, sagt der Kleingärtner. Sie benötigten zwar Sonne, „bei glühender Hitze machen sie allerdings schlapp“.

Braunfäule an Tomaten vermeiden

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Neben spätem Frost führt vor allem Feuchtigkeit zu Ernteausfällen. Sind die Blätter der Tomatenpflanze zu lange nass, werden sie von der Kraut- und Braunfäule befallen, einer hartnäckigen Pilzkrankheit. Sichtbare Merkmale der Krankheit sind braune Stellen auf dem Laub und später auf den Früchten. „Einzelne Blätter müssen sofort entfernt werden, denn wenn die Pflanze erst einmal komplett befallen ist, ist sie hinüber“, sagt Florian Smolka. Um dem vorzubeugen, sei es wichtig, Tomaten stets vor Niederschlägen zu schützen: „Wer kein eigenes Gewächshaus hat, kann sich auch eine einfache Überdachung bauen oder die Pflanzen mit Gartenvlies abdecken“. Da die Sporen der Pilzkrankheit auch über den Wind übertragen werden, vertraut Florian Smolka zudem auf ein natürliches Pflanzenschutzmittel – Chemikalien sind im Kleingartenverein Dönche verpönt.

„Ein effektives Mittel gegen Tomatenfäule ist Jauche aus Zinnkraut“, sagt er. Die Zubereitung sei denkbar einfach: Zwei Hände voll in einen Eimer füllen, dazu Wasser, acht bis zehn Tage warten, fertig. „Die daraus entstandene Jauche hat dann die gleiche Wirkung wie Chemie, ist dafür aber zu 100 Prozent natürlich“, sagt der Gartenfreund.

In seinem Beet hat sich Florian Smolka unter anderem für vorgezogene rote Fleischtomaten entschieden. Er pflanzt sie in 50 Zentimeter Abstand und bindet sie an eine Rankhilfe, damit sie in die Höhe klettern können. Da der Boden in seinem Gemüsebeet über ausreichend Nährstoffe verfügt, kann er auf speziellen Tomatendünger verzichten. Reif sind die Früchte voraussichtlich Mitte Juni.

Und so geht’s weiter: In der kommenden Woche dreht sich in Florian Smolkas Garten alles ums Thema Schutz vor Unkräutern. (psn)

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